Vom Aktionstag direkt zur Ausbildung

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Ein einziger Aktionstag hat Julias Berufswahl entscheidend geprägt: Als Schülerin schnupperte die heute 18-Jährige beim Aktionstag „Ein Tag Azubi“ in die Hotellerie hinein. Jetzt absolviert sie ihre Ausbildung in genau dem Hotel, das sie damals kennengelernt hat.

Noch ohne Plan für die Zukunft

In der 8. Klasse wusste Julia noch nicht, welchen Beruf sie später einmal erlernen möchte. „Ich war nach meiner mittleren Reife immer auf der Suche nach einer Ausbildung und war noch relativ planlos, was ich jetzt machen will“, erinnert sie sich. 

Auf den Aktionstag „Ein Tag Azubi“ wurde sie durch ihre Schule aufmerksam. Die Lehrkräfte empfahlen der Klasse, den schulfreien Buß- und Bettag zu nutzen, um einen Beruf kennenzulernen und einen Blick hinter die Kulissen eines Betriebs zu werfen. Für Julia war schnell klar: „Das ist ein Tag, da kann ich mal irgendwo reinschnuppern, einen neuen Betrieb oder neue Ausbildungsoptionen kennenlernen.“

Für die Teilnahme meldete sie sich online auf der Registrierungsplattform von „Ein Tag Azubi“ an. Nach der Registrierung beantwortete sie einen Fragebogen zu ihren Interessen und Fähigkeiten. Wenig später erhielt sie per E-Mail passende Vorschläge verschiedener Betriebe. „Da gab es dann alles Mögliche, mir wurde zum Beispiel auch eine Stelle als Tanzlehrerin oder als Bäckerin vorgeschlagen“, erzählt sie. Ihre Wahl fiel schließlich auf ein Hotel. „Ich habe mir schon davor überlegt, ob das nicht vielleicht etwas für mich sein könnte. Und deshalb dachte ich mir: Ja, komm, jetzt habe ich die Möglichkeit, dann probiere ich das doch auch aus.“

Ein Tag hinter den Kulissen im Hotel

Am Aktionstag lernte Julia gemeinsam mit 3 weiteren Schülerinnen und Schülern den Arbeitsalltag im Platzl Hotel in München kennen. Nach einer Begrüßung und Vorstellungsrunde führte das Team die Gruppe durch das Hotel. Sie besichtigten Gästezimmer und die Restaurants, die zum Hotel gehören. Dabei erhielten sie Einblicke in verschiedene Ausbildungsberufe.

Anschließend konnten die Jugendlichen selbst aktiv werden. Auszubildende zeigten ihnen, wie Servietten kunstvoll gefaltet werden, und die Jugendlichen probierten die verschiedenen Falttechniken direkt selbst aus. Dabei blieb genügend Zeit, Fragen zu stellen und mit den Auszubildenden ins Gespräch zu kommen. Beim gemeinsamen Mittagessen bot sich außerdem die Gelegenheit, weitere Mitarbeitende des Hotels kennenzulernen.

Am Nachmittag stand ein Kochworkshop auf dem Programm. Gemeinsam mit den angehenden Köchinnen und Köchen bereitete die Gruppe Kaiserschmarrn zu. Dieser Programmpunkt ist Julia besonders in Erinnerung geblieben. „Zum einen war das natürlich sehr lecker und zum anderen hatte man auch noch mal richtig viel Zeit, sich mit den Azubis zu unterhalten und so ein bisschen Erfahrungen auszutauschen. Das war echt richtig, richtig cool.“

Tipp:Info: Du möchtest mehr über den Ausbildungsberuf Hotelfachmann/-frau wissen? Weitere Informationen findest du im BERUFENET.

Der erste Schritt zum Ausbildungsplatz im Wunschberuf

Der Aktionstag beeinflusste Julias Berufswahl stärker als sie zunächst erwartet hatte. „Ich habe an dem Tag festgestellt, dass die Hotellerie tatsächlich etwas für mich ist und dass ich da auch gerne in Zukunft arbeiten möchte“, sagt sie. Der Einblick in den Berufsalltag half ihr dabei, sich für eine Ausbildung in der Hotellerie zu entscheiden.

Rückblickend erwies sich der Aktionstag sogar in doppelter Hinsicht als Glücksfall: Julia entdeckte nicht nur ihren Wunschberuf, sondern lernte auch den Betrieb kennen, in dem sie heute ihre Ausbildung macht. „Keine Ahnung, ob ich mich ansonsten dort beworben hätte, aber so kannte ich den Betrieb und wusste: Das ist cool“, erzählt sie. Inzwischen ist sie bereits im 3. Ausbildungsjahr zur Hotelfachfrau. 

Julia,
18, entdeckte beim Aktionstag „Ein Tag Azubi“ die Hotellerie

„Ich finde, der Aktionstag ist ein echt cooles Konzept, weil es einfach ein Tag ist, an dem man was Neues ausprobieren und einiges lernen kann. Ich würde ihn jedem empfehlen.“ 

Anderen Schülerinnen und Schülern rät sie, ebenfalls an einem solchen Aktionstag teilzunehmen. Besonders in den Klassen 8 bis 10, wenn die Berufswahl näher rückt, sieht sie darin eine gute Möglichkeit, Berufe kennenzulernen und erste Erfahrungen zu sammeln. „Es ist nur 1 Tag. Man verliert nichts, kann aber sehr viel für seine Zukunft lernen. Und für den Fall, dass einem der Beruf nicht gefällt, war es eben nur 1 Tag und nicht ein ganzes Praktikum.“ Für Julia steht deshalb fest: Ein Aktionstag kann der 1. Schritt zum Wunschberuf sein.

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