Es erfordert schon ein bisschen Mut, sich erstmals hinter das Steuer eines Busses zu setzten und loszufahren. Schließlich ist ein normaler Bus 12 Meter lang. Ein Gelenkbus bringt es sogar auf 18 Meter. „Aber wann hat man schon einmal die Gelegenheit, ein solches Fahrzeug zu lenken und vor der Entscheidung auszuprobieren, ob der angedachte berufliche Weg wirklich der richtige ist“, sagt Luisa Benölken, Teamleiterin in der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster. Gemeinsam mit den Vertreterinnen und Vertretern aus dem jobcenter und den Stadtwerken Münster hat sie den Aktionstag auf die Beine gestellt. Dabei ging es nicht nur um das erste Fahren. Vor Ort waren auch Vertreterinnen und Vertreter der Bildungsträger HRC Akademie und die Fahrschule Imort. Sie gaben den Teilnehmenden einen Überblick darüber, wie lange die Ausbildung dauert und welche Inhalte gelernt werden. Wer es ganz genau wissen wollte, konnte Einblicke bei Busfahrerinnen und Busfahrern der Stadtwerke erhalten, die die Ausbildung bereits erfolgreich durchlaufen haben und nun im Stadtverkehr unterwegs sind.
Jede Fünfte Person, die als Bus- oder LKW-Fahrer in Münster arbeitet, erreicht in den nächsten fünf Jahren die Altersgrenze zum Renteneintritt. „Busfahrerinnen und Busfahrer werden gesucht. Wer den Beruf ergreift, arbeitet nach der Führerscheinausbildung direkt in einem sicheren Job mit Tarifvertrag, in einem großen Team und in einem modernen Arbeitsumfeld mit Elektrobussen“, sagt Marko Domke, Betriebsleiter der Stadtwerke Münster.
Mit dem Aktionstag soll Interesse am Beruf im Fahrdienst geweckt werden. Das ist dem Organisationsteam offenbar gut gelungen. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer interessieren sich am Ende des Tages konkret für eine Tätigkeit als Busfahrerin oder Busfahrer. „Uns geht es darum, reale berufliche Chancen zu eröffnen“, so die Vertreterinnen und Vertreter der Veranstalter. „Wenn alle Voraussetzungen passen, besprechen wir noch vor Ort die nächsten Schritte der Ausbildung oder Umschulung“, sagt Benölken. Informationen, welche Unterstützungsmöglichkeiten es während der beruflichen Neuorientierung geben kann, bekamen die Teilnehmenden von den Expertinnen und Experten aus der Agentur für Arbeit und dem jobcenter. „Ein Rundum-Paket für eine neue berufliche Zukunft für Arbeitsuchende und ein wichtiger Beitrag zur Fachkräftesicherung“, so lautet das positive Fazit der Kooperationspartner.
