Zitat:„Der Start des neuen Ausbildungsjahres und Neueinstellungen nach der Sommerpause sorgen für eine leichte Herbstbelebung auf dem Chemnitzer Arbeitsmarkt – es sind also vor allem saisonal bedingte Impulse. Positiv ist, dass die Rückgänge bei den Arbeitslosenzahlen etwas deutlicher ausfallen als noch vor einem Jahr. Gleichzeitig ist die Arbeitslosenquote mit 10,1 Prozent nach wie vor die höchste in ganz Sachsen und die Lage damit weiterhin angespannt“, sagt Katrin Heinze, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Chemnitz. Eine positive Entwicklung ist bereits seit Monaten zu sehen: „Nach einer Talfahrt im letzten Jahr steigt die Zahl der gemeldeten Stellen und liegt nun wieder bei über 2.000. Das zeigt, dass die Firmen trotz aller Schwierigkeiten ihren Fachkräftebedarf decken wollen und es für Menschen in verschiedensten Branchen Möglichkeiten gibt, einen Job zu finden. Hier stehen wir als Ansprechpartner für beide Seiten mit verschiedenen Fördermöglichkeiten bereit, um Arbeitsuchende und Unternehmen möglichst passgenau zusammenzubringen.“
Arbeitslosenzahl im September 2026: 12.916
Arbeitslosenzahl im Vormonatsvergleich (13.211): -295 oder -2,2 Prozent
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich (12.313) +603 bzw. +4,9 Prozent
Arbeitslosenquote im September 2026: 10,1 Prozent
Arbeitslosigkeit: 12.916 Chemnitzerinnen und Chemnitzer sind arbeitslos
Im Jobcenter (Rechtskreis SGB II) ist die Zahl der Arbeitslosen im Monatsverlauf um 242 zurückgegangen (minus 2,6 Prozent). Im Vorjahresvergleich waren es 193 Personen mehr (plus 2,2 Prozent). In der Arbeitsagentur (Rechtskreis SGB III) ist die Zahl von August auf September um 53 gesunken (minus 1,3 Prozent). Im Vorjahresvergleich sind es 410 Personen mehr (plus 11,4 Prozent).
Arbeitslosenzahl im September 2026, Rechtskreis SGB II: 8.905
Arbeitslosenzahl im September 2026, Rechtskreis SGB III: 4.011
Arbeitsstellen: Erstmals seit Dezember 2024 wieder über 2.000 gemeldete Stellen
Im September meldeten Chemnitzer Unternehmen dem gemeinsamen Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur und des Jobcenters insgesamt 522 neue Arbeitsstellen, 87 als im Vormonat (plus 20,0 Prozent) und 94 mehr als ein Jahr zuvor (plus 22,0 Prozent).
Insgesamt sind in der Stadt Chemnitz 2.005 freie Stellen gemeldet, 65 mehr als im August (plus 3,4 Prozent), 228 mehr als vor einem Jahr (plus 12,8 Prozent).
Rund 87 Prozent der Stellen sind in Vollzeit zu besetzen. Das Anforderungsniveau der meisten freien Stellen bezieht sich auf Fachkräfte (1.103 bzw. 55%), danach folgen Experten/Spezialisten (628 bzw. rund 31%) und Helfer (274 bzw. 14%).
Im Schnitt dauert es 140 Tage bis eine Stelle in Chemnitz besetzt werden kann. Der Wert ist seit einem Jahr um 23 Tage zurückgegangen und liegt derzeit unter dem sächsischen Durchschnitt von 158 Tagen.
Zitat:„Vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen gab es im September stärkere Zugänge, wobei wir in diesem Bereich stetige Zu- und Abgänge von Stellen über die letzten Monate hinweg registrieren. Eine leichte Verbesserung der Auftragslage ist im verarbeitenden Gewerbe spürbar. Dadurch erschließt sich auch das Plus an gemeldeten Stellen für fertigungstechnische Berufe, wenngleich diese auch in anderen Branchen zu finden sind“, so Katrin Heinze. „Bei den Bau- und Ausbauberufen hängt die Entwicklung stark vom jeweiligen Bereich ab. Große Unternehmen, die auch deutschlandweit im Einsatz sind und beispielsweise öffentliche Auftraggeber bedienen, haben in der Regel eine gute Auftragslage und fragen verstärkt nach Fachkräftepersonal.“
Neueste Daten zur sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung
In Chemnitz gehen 115.723 Menschen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach. Das geht aus dem letzten Quartalsstichtag der Beschäftigungsstatistik mit gesicherten Angaben Ende März 2026 hervor. Das sind 2.063 Personen weniger als im Vorjahresquartal. Bereits im Vorquartal wurden 810 weniger sozialversicherungspflichtig Beschäftigte registriert.
Die stärkste Zunahme gab es im Gesundheitswesen (plus 360 Personen bzw. Anstieg von 3,6 Prozent). Inzwischen arbeiten die meisten Beschäftigten in der Stadt im Gesundheits- und Sozialwesen. Am ungünstigsten war dagegen die Entwicklung im Wirtschaftsbereich der Immobilien, freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (minus 694 bzw. minus 6,1 Prozent).
Fast zwei Drittel aller Beschäftigten in Chemnitz arbeiten in Vollzeit. Ein ebenso großer Anteil ist zwischen 25 bis unter 55 Jahren alt. Der (unter anderem demografisch bedingte) Beschäftigungsschwund in Chemnitz wird vor allem durch ausländische Fachkräfte abgefedert. So sind 314 mehr ausländische Beschäftigte im Vergleich zum Vorjahresquartal erfasst worden. Fast jeder Zehnte Beschäftigte in Chemnitz hat eine ausländische Staatsangehörigkeit.
Alle freien Stellen sind in der „Jobsuche“ der Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht und können mit der kostenfreien Smartphone-App (Jobsuche – die Jobbörse der BA) zu jeder Zeit, an jedem Ort abgerufen werden.