Vogtland: Leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit

Im Vogtland waren im September 6.787 arbeitslose Frauen und Männer gemeldet. Das sind 92 Personen oder 1,3 Prozent weniger als im August. Im Vergleich zum Vorjahr sind es 119 Personen oder 1,8 Prozent mehr. Die Arbeitslosenquote liegt unverändert bei 6,2 Prozent.

30.09.2026 | Presseinfo Nr. 41

.„Zum Herbstbeginn ist die Arbeitslosigkeit im Vogtland aus saisonalen Gründen leicht gesunken. Die Abgänge in Erwerbstätigkeit, Ausbildung und arbeitsmarktpolitische Maßnahmen sind im September deutlich gestiegen – dies hat zum leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit beigetragen. Besonders die Eintrittszahlen in Ausbildung und Maßnahmen haben sich im Vergleich zum Vormonat fast verdoppelt. Dennoch kann von einer Herbstbelebung am regionalen Arbeitsmarkt keine Rede sein. Im Vergleich zum Vorjahr liegt die Arbeitslosigkeit aktuell rund 2 Prozent höher. Von diesem Vorjahresanstieg ist besonders die Personengruppe der Jugendlichen betroffen“, konstatiert Agenturchef Andreas Fleischer und ergänzt: „Nach dem Ende der Sommerpause wurden von den vogtländischen Unternehmen wieder mehr freie Stellen gemeldet. Die Stellenmeldungen liegen aktuell über dem Vorjahr. Insgesamt gibt es über 2.200 freie Stellenangebote in fast allen Wirtschaftsbranchen in der Region. Mit dem Blick auf die nächsten Wochen bleibe ich verhalten optimistisch. Die konjunkturellen Erwartungen liegen aktuell zwar im positiven Bereich - dennoch reicht das noch nicht für eine Trendwende am Arbeitsmarkt. Eine wirtschaftliche Erholung macht sich immer erst mit zeitlichem Verzug am Arbeitsmarkt bemerkbar.“

Ende März 2026 belief sich die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Vogtlandkreis auf 77.587. Gegenüber dem Vorjahr war dies eine Abnahme um 1.046 oder 1,3 Prozent. Nach Branchen absolut betrachtet gab es die stärkste Zunahme bei Heimen und Sozialwesen (+64 oder +0,8%); am ungünstigsten war dagegen die Entwicklung im Verarbeitenden Gewerbe (-418 oder -2,0%). „Der Rückgang der Beschäftigung im Verarbeitenden Gewerbe setzt sich weiter fort und verdeutlicht, dass die Industrie ihre Rolle als Beschäftigungsmotor zunehmend verliert“, so Andreas Fleischer.

Im Vogtlandkreis starteten viele junge Menschen Anfang September in ihre Ausbildung. „Die Chancen auf eine Ausbildung sind auch jetzt noch gut, denn der Einstieg in Ausbildung ist bis zum Jahresende möglich. Unsere Berufsberaterinnen und Berufsberater unterstützen die Jugendlichen über den gesamten Herbst hinweg. Sie helfen mit Informationen, ihren Erfahrungen und Ideen bei der kurzfristigen Lehrstellensuche weiter“, hebt Andreas Fleischer abschließend hervor. Die Bilanz zum Abschluss des Beratungsjahres 2025/2026 im Vogtlandkreis wird am 06. November gemeinsam mit den beiden Kammern im Rahmen eines Pressegespräches veröffentlicht.

Wichtig:Arbeitslosenzahl im September: 6.787

Wichtig:Arbeitslosenzahl im Vormonatsvergleich:   -92 oder -1,3 Prozent

Wichtig:Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich:   +119 oder +1,8 Prozent

Wichtig:Arbeitslosenquote im September: 6,2 Prozent

Die aktuelle Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, liegt unverändert bei 6,2 Prozent. Vor einem Jahr lag die Quote bei 6,0 Prozent.

Neu bzw. erneut arbeitslos meldeten sich im September 1.490 Frauen und Männer, 80 mehr als im August und 170 mehr als vor einem Jahr. 478 Personen wurden nach vorheriger Erwerbstätigkeit und 416 nach einer Ausbildung oder dem Besuch einer Maßnahme arbeitslos.

Im September konnten 1.595 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden. Das sind 347 Menschen mehr als im Monat zuvor und 32 mehr als vor einem Jahr. 498 von ihnen haben im Berichtsmonat eine Erwerbstätigkeit aufgenommen, 435 begannen eine Ausbildung oder eine Qualifizierung.

Derzeit sind im Plauener Agenturbezirk 835 Jugendliche unter 25 Jahren ohne Beschäftigung. Das sind 39 weniger als im Vormonat. Im Vorjahresvergleich liegt die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen um 55 bzw. 7,1 Prozent höher.

Die Zahl älterer Arbeitsloser hat sich im Vergleich zum Vormonat um 10 Personen marginal verringert. Ende September waren im Vogtland 2.561 Frauen und Männer ab 50 Jahren arbeitslos, 39 bzw. 1,5 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Aktuell sind 35,8 Prozent der Arbeitslosen im Agenturbezirk Plauen länger als ein Jahr auf Jobsuche. Ihre Zahl hat sich im Vergleich zum Vormonat um 30 erhöht. Im Vorjahresvergleich liegt die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 106 bzw. 4,6 Prozent höher.

Auf Geschäftsstellenebene stellt sich der Arbeitsmarkt unterschiedlich dar. Ein leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit zum Vormonat wird - mit Ausnahme in Reichenbach - in allen anderen Geschäftsstellen sichtbar. Die niedrigste Arbeitslosenquote notiert Auerbach mit 4,4 Prozent. Danach folgt Oelsnitz mit 4,6 Prozent. Reichenbach liegt aktuell bei 5,9 Prozent und Plauen bei 8,1 Prozent*.

Arbeitslose nach Rechtskreisen - Vorjahresvergleich:
Im Rechtskreis des SGB III (Arbeitslosenversicherung) sind 2.545 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 23 mehr als im September 2025 und im Rechtskreis SGB II (Grundsicherung) 4.242 Personen, 96 mehr als vor einem Jahr.

Arbeitskräftenachfrage:
Im September wurden 479 Stellen gemeldet. Das sind 91 Stellen mehr als im Vormonat und 71 mehr vor einem Jahr. Der Stellenbestand (2.230) liegt aktuell auf dem Niveau des Vormonats und rund 30 Prozent über dem Vorjahr. Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es aktuell in fast allen Wirtschaftsbranchen. Schwerpunkte bilden die Arbeitnehmerüberlassung (835 Stellen), das Verarbeitende Gewerbe (339 Stellen), das Gesundheits- und Sozialwesen (247 Stellen), der Handel (186 Stellen) sowie das Baugewerbe (158 Stellen).

Unterbeschäftigung:
Im letzten Monat haben nach ersten Hochrechnungen über 1.200 Menschen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilgenommen oder gesetzliche Regelungen in Anspruch genommen und damit den Arbeitsmarkt entlastet. Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung auf rund 8.000. Bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen liegt die Unterbeschäftigungsquote im September wie im Vorjahr bei 7,2 Prozent.


*Hinweis: Aufgrund der Zusammenlegung der Geschäftsstellen Klingenthal und Auerbach zum 01.03.2026 ist keine Vergleichbarkeit - insbesondere zu Vorjahren - gegeben.