Neue Wege der Beschäftigungssicherung in Bayern

09.10.2026 | Presseinfo Nr. 19

Audi hat gemeinsam mit der bayerischen Wirtschaft und der Bundesagentur für Arbeit eine Kooperation für einen befristeten regionalen Personaleinsatz auf den Weg gebracht. Ziel ist es, konkrete Beschäftigungsperspektiven für Mitarbeitende zu erweitern, Fachkräftebedarfe in der Region gezielt zu unterstützen und die Transformation der Industrie aktiv mitzugestalten. Dabei wurde deutlich, dass zahlreiche Unternehmen einen hohen Bedarf an qualifizierten Fachkräften haben, während sich gleichzeitig im Zuge der Transformation Tätigkeitsanforderungen und Kompetenzprofile verändern. 

Vor diesem Hintergrund hat Audi zusammen mit dem vbm – Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie e. V., der Bundesagentur für Arbeit, dem Bayerischen Wirtschaftsministerium und Unternehmen der Verteidigungsindustrie ein gemeinsames Modell entwickelt, das vorhandene Qualifikationen und konkrete Personalbedarfe intelligent zusammenführt. Es ermöglicht Audi Mitarbeitenden, befristet neue Erfahrungen in anderen Unternehmen zu sammeln, zusätzliche Kompetenzen aufzubauen und ihren beruflichen Horizont zu erweitern. Gleichzeitig bleiben sie Beschäftigte der AUDI AG und profitieren von der Sicherheit ihres bestehenden Arbeitsverhältnisses.

Grundlage der Kooperation sind tarifliche und betriebliche Regelungen, die aus dem gemeinsamen Dialog heraus erfolgreich initiiert werden konnten. Die Teilnahme erfolgt ausschließlich auf freiwilliger Basis. Das Modell schafft damit einen Mehrwert für alle Beteiligten: Mitarbeitende gewinnen neue Entwicklungsperspektiven und Zugang zu Qualifizierungsmöglichkeiten durch die Arbeitsagenturen, Partnerunternehmen erhalten Zugang zu dringend benötigtem Fachkräfte-Know-how und die regionale Wirtschaft profitiert von einer stärkeren Vernetzung von Kompetenzen und Beschäftigung.

Mit der vorausschauend aufgenommenen Kooperation beschreitet Audi gemeinsam mit dem bundesweit einzigartigen Partner-Netzwerk bewusst neue Wege der Beschäftigungssicherung in der Transformation. Das Modell geht über klassische Unternehmensgrenzen hinaus und verbindet Fachkräftebedarf, Kompetenzentwicklung und Beschäftigungsperspektiven auf innovative Weise. Damit übernehmen die Partner eine Vorreiterrolle für neue Formen der industriellen Zusammenarbeit und setzen ein starkes Signal für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Bayern.

Die interne Kommunikation zum Personalinstrument unter den Audi-Beschäftigten ist bereits gestartet. Ende Oktober haben interessierte Mitarbeitende im Rahmen eines interaktiven „Walk & Talk“-Messeformats die Möglichkeit, sich über Einsatzmöglichkeiten zu informieren und ihre Fragen direkt mit den beteiligten Unternehmen und Ansprechpartnern zu besprechen. Darüber hinaus berät die Bundesagentur für Arbeit individuell zu Karrierewegen, Qualifizierungsanliegen sowie konkreten Fördermöglichkeiten. Die geplanten Veranstaltungen stoßen bereits jetzt auf außerordentlich großes Interesse in der Audi Belegschaft. 

Hintergrund-Informationen:

Jobprofile: Zielgruppe der Kooperation sind indirekte Tarifmitarbeiter am Standort Ingolstadt; insbesondere Ingenieure, Qualitätsingenieure, Projektmanager sowie Mitarbeitende der Werkstätten in der Technischen Entwicklung und der Qualitätssicherung. 

Dauer: Mit der sogenannten Arbeitnehmerüberlassung können sie 24 Monate für Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie in der Region arbeiten. Währenddessen bleiben sie Mitarbeitende der AUDI AG, erhalten ihr bisheriges Tarifentgelt sowie einen Zuschlag und können am Ende zu Audi zurückkehren. 

Partner-Netzwerk: Im Rahmen des Arbeitsdialogs zur Beschäftigungssicherung in Bayern befindet sich Audi im engen Austausch mit der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit, dem vbm – Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie e. V., dem Bayerisches Wirtschaftsministerium sowie u.a. den Unternehmen MBDA Deutschland GmbH, Diehl Defence GmbH & Co. KG und KNDS Deutschland GmbH & Co. KG.