Das neue Ausbildungsjahr hat begonnen und viele junge Menschen verlassen täglich ihren Wohnort, um zu ihren Ausbildungsplatz oder zur Berufsschule zu gelangen.
Innerhalb des Agenturbezirkes unterscheidet sich das Pendlerverhalten von jungen Menschen. Jugendliche haben eine hohe regionale Verbundenheit und sind durchaus interessiert daran, in ihrer Heimatregion zu bleiben. Doch oft fehlt es an passenden Ausbildungsstellen im Tagespendelbereich. So zieht es viele Auszubildene es nach wie vor in die Landeshauptstadt, aber auch Weimar weist bei Azubis ein Einpendlerplus auf. Auch zeigt der Ilm-Kreis, mit einer nahezu gleich hohen Anzahl von Ein- und Auspendlern, dass es möglich ist, junge Menschen in der Region zu halten.
"Junge Menschen wollen in ihrer Heimat bleiben, wenn sie auch die Chance haben, ihre Träume dort zu verwirklichen. Bieten Sie den jungen Menschen die Chance und bilden sie aus“, so die Chefin der Agentur für Arbeit Thüringen Mitte, Irena Michel.
Stadt Erfurt
Als Landeshauptstadt ragt Erfurt aufgrund seiner vielfältigen Wirtschaftsstruktur und des umfassenden Angebots an Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten heraus und zieht damit zahlreiche junge Menschen an, die hier ihre Zukunft gestalten möchten. Im Pendlerzentrum Erfurt gibt es mehr Einpendler als Auspendler. 2.307 Personen pendeln täglich zu ihrem Ausbildungsplatz nach Erfurt. Das sind 407 Personen oder 21 Prozent mehr als noch vor fünf Jahren. Aus Erfurt raus pendeln mehr als 1.000 junge Menschen in umliegende Gebiete. Das sind 81 Jugendliche oder 9 Prozent mehr als noch vor fünf Jahren.
Auffällig ist, dass für den Wunschberuf oder -arbeitgeber mehr junge Männer täglich sich mit dem Auto oder dem öffentlichen Nahverkehr auf dem Weg machen. Von den 1.019 Auspendlern sind 677 männlich und 342 weiblich. Nicht anders sieht es bei den Einpendlern nach Erfurt aus, von 2.307 sind 1.334 männlich und 973 weiblich.
Drei Schwerpunktbranchen zeichnen sich bei den Einpendlern ab. Das sind die Öffentlichen Verwaltungen und Sozialversicherungen, freiberufliche und wissenschaftlich-technische Dienstleistungen sowie das Gesundheits- und Sozialwesen.
Stadt Weimar
Weimar entwickelte sich zu einem attraktiven Standort für junge Menschen. Es gibt nahezu gleich viele Einpendler wie Auspendler. 536 Personen pendeln täglich zu ihrem Ausbildungsplatz nach Weimar. Das sind 27 Personen oder 5 Prozent mehr als vor fünf Jahren. Aus Weimar raus pendeln 514 junge Menschen in umliegende Gebiete. Das sind 108 Jugendliche oder 27 Prozent mehr als vor fünf Jahren.
Auffällig ist, dass für den Wunschberuf oder -arbeitgeber mehr junge Männer täglich sich mit dem Auto oder dem öffentlichen Nahverkehr auf dem Weg machen. Von den 514 Auspendlern sind 329 männlich und 185 weiblich. Ausgewogener sieht es bei den Einpendlern nach Weimar aus, von 536 sind 270 männlich und 266 weiblich.
Drei Schwerpunktbranchen zeichnen sich bei den Auspendlern ab. Das Gesundheits- und Sozialwesen, das Baugewerbe sowie das verarbeitende Gewerbe.
Landkreis Gotha
Im Kreis Gotha gibt es mehr Auspendler als Einpendler. 488 Personen pendeln täglich zu ihrem Ausbildungsplatz nach Gotha, dieser Wert blieb im fünf Jahres Vergleich konstant. Jedoch pendeln heute 724 junge Menschen in umliegende Gebiete aus. Das sind 27 Jugendliche oder 4 Prozent mehr als vor fünf Jahren.
Auffällig ist, dass für den Wunschberuf oder -arbeitgeber mehr junge Männer täglich sich mit dem Auto oder dem öffentlichen Nahverkehr auf dem Weg machen. Von den 724 Auspendlern sind 401 männlich und 323 weiblich. Ähnlich sieht es bei den Einpendlern nach Gotha aus, von 488 sind 335 männlich und 153 weiblich.
Drei Schwerpunktbranchen zeichnen sich bei den Auspendlern ab. Das verarbeitende Gewerbe, das Gesundheits- und Sozialwesen sowie die Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen.
Landkreis Sömmerda
Im Kreis Sömmerda gibt es mehr Auspendler als Einpendler. 295 Personen pendeln täglich zu ihrem Ausbildungsplatz nach Sömmerda, dieser Wert blieb im fünf Jahres Vergleich konstant. Im Gegenzug pendeln pendelten zuletzt 659 junge Menschen in umliegende Gebiete aus. Das sind 148 Personen oder 29 Prozent mehr als vor fünf Jahren.
Auffällig ist, dass für den Wunschberuf oder -arbeitgeber mehr junge Männer täglich sich mit dem Auto oder dem öffentlichen Nahverkehr auf dem Weg machen. Von den 659 Auspendlern sind 396 männlich und 263 weiblich. Ähnlich sieht es bei den Ein-pendlern nach Sömmerda aus, von 295 sind 174 männlich und 121 weiblich.
Drei Schwerpunktbranchen zeichnen sich bei den Auspendlern ab. Das Gesundheits- und Sozialwesen, die Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen sowie das Baugewerbe.
Ilm-Kreis
Der Ilm-Kreis ist ein vorbildliches Beispiel dafür, dass eine umfangreiches Ausbildungsangebot Jugendliche in der Region halten kann. Im Ilm-Kreis gibt es nahezu gleich viele Einpendler wie Auspendler. 570 Personen pendeln täglich zu ihrem Ausbildungsplatz in den Ilm-Kreis. Das sind 48 Personen oder 9 Prozent mehr als vor fünf Jahren. Aus dem Ilm-Kreis raus pendeln knapp 579 junge Menschen in umliegende Gebiete. Das sind 43 Jugendliche oder 8 Prozent mehr als vor fünf Jahren.
Auffällig ist, dass für den Wunschberuf oder -arbeitgeber mehr junge Männer täglich sich mit dem Auto oder dem öffentlichen Nahverkehr auf dem Weg machen. Von den 579 Auspendlern sind 307 männlich und 272 weiblich. Nicht anders sieht es bei den Einpendlern des Ilm-Kreises aus, von 570 sind 466 männlich und 124 weiblich.
Drei Schwerpunktbranchen zeichnen sich bei den Auspendlern ab. Das sind das Baugewerbe, das verarbeitende Gewerbe sowie die Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen.
Weimarer Land
Im Weimarer Land gibt es mehr Auspendler als Einpendler, um diesen Trend zu brechen finden im Weimarer Land zunehmend Ausbildungs- und Berufsorientierungsmessen statt, um junge Menschen über die Ausbildungsmöglichkeiten in ihrer Region zu informieren. 595 Personen pendeln täglich zu ihrem Ausbildungsplatz ins Weimarer Land. Das sind 33 Personen oder 6 Prozent mehr als vor fünf Jahren. Aus dem Weimarer Land pendeln 837 junge Menschen in umliegende Gebiete aus. Das sind 139 Jugendliche oder 20 Prozent mehr als vor fünf Jahren.
Auffällig ist, dass für den Wunschberuf oder -arbeitgeber mehr junge Männer täglich sich mit dem Auto oder dem öffentlichen Nahverkehr auf dem Weg machen. Von den 837 Auspendlern sind 491 männlich und 346 weiblich. Nicht anders sieht es bei den Einpendlern des Weimarer Landes aus, von 595 sind 360 männlich und 235 weiblich.
Drei Schwerpunktbranchen zeichnen sich bei den Auspendlern ab. Das sind die Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen, das verarbeitende Gewerbe sowie das Gesundheits- und Sozialwesen.
Erläuterung:
Pendler sind alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (SvB), deren Arbeitsort sich vom Wohnort unterscheidet.
Einpendler wohnen nicht an ihrem Arbeitsort, Auspendler arbeiten nicht an ihrem Wohnort.
In der Beschäftigungsstatistik werden Personen als Pendler ausgewiesen, wenn ihr Arbeitsort außerhalb der Gemeinde-, Kreis- oder Landesgrenzen ihres Wohnortes liegt.